Setzt sich für die Erweiterung der Tischtennishalle ein: Wolfgang Schmidt.
600.000 Euro wird die Halle kosten. Finanziert werden soll das über Spenden.
Quelle/Foto: Daniel Kossack, Der Patriot
Ein Tischtennis-Traum
Förderverein sucht Spender für Erweiterung der alten Sargfabrik
Dass in der alten Sargfabrik täglich Tischtennis gespielt wird, ist vor allem auf Beharrlichkeit und Spenden zurückzuführen. Doch die Halle ist zu klein, ein Anbau soll her – für rund 600.000 Euro.
Da es keine Fördermittel vom Land gibt, sind die Geseker gefragt. „Angefangen hat das hier als Traum“, sagt Wolfgang Schmidt. Der Vorsitzende des Tischtennis-Fördervereins kennt jeden Flecken in der alten Sargfabrik. Wo früher Särge hergestellt wurden, wird jetzt täglich Tischtennis gespielt. Aber am Anfang stand nur die leere Halle – und ein eiserner Wille. „Es wurde gesagt, das geht hier nicht. Solche Sachen reizen mich dann umso mehr, wenn jemand so etwas sagt.” 2010 gründet er den Forderverein. „Ich wollte 2020 eröffnen, geklappt hat es aber schon 2015.“
Beharrlichkeit ist ein Stichwort, das Schmidt wohl gut beschreibt: Er putzt Klinke um Klinke, um seinen Traum von einer eigenen Tischtennishalle für die Abteilung des TV Geseke zu verwirklichen, Das Meisterstück gelingt ihm, die Halle ist ein Zugpferd für den Sport – und der Umbau über Spenden finanziert.
Und mit der Halle wächst auch die Mitgliederzahl, nachdem sie vorher fast so weit gesunken war, dass sie zweistellig wurde, erinnert sich der 75-Jährige. Nun seien es über 400 Mitglieder, 16 Mannschaften sind hier zu Hause. Seit einiger Zeit auch eine Parkinson-Gruppe.
Eigentlich habe ich gesagt, so was mache ich nie wieder, sagt Schmidt. Nun steht er aber an derselben Stelle wie damals: Die Halle platzt aus allen Nähten, es muss ein Anbau her. Aber das Geld fehlt. „Die Baupläne sind soweit fertig, der Bürgermeister ist auch mit im Boot. Rund 600 Quadratmeter soll die neue Spielstätte umfassen und besonders der Kinder und Jugendförderung gerecht zu werden. „Der Impuls zum Anbau kam auch aus der Jugend”, betont er. Das war vor zwei Jahren, .Ich habe erst Nein gesagt, aber dann gemerkt, dass wir das doch brauchen.” Eigentlich hatte Schmidt geplant, ein Stück von der Sportmilliarde des Landes NRW abzubekommen. Doch dieser Plan ist nun geplatzt. 200 Millionen gibt es fiir Vereine in ganz NRW, Geseke erhält davon gerade einmal 230.000 Euro (wir berichteten). Die Halle wird aber rund 600.000 Euro kosten, auf 80 Prozent Förderung hatte Schmidt gehofft. „Selbst wenn alle anderen Vereine verzichten würden, würde das nicht reichen.” Seine Enttäuschung über die geringe Summe hält er nicht hinterm Berg, „Das ist groBer Bullshit.” Auf den Staat will er sich jetzt niche mehr verlassen. Als er gelesen habe, dass es wohl kein Geld für die ehrgeizigen Pläne gibt, habe er erst das Handtuch werfen wollen.
Aber da könnenn die Kinder und die Kranken ja nix für. Also krempelt Schmidt wieder die Ärmel hoch – und blttet ganz offen um Spenden und Hilfe, um das ehrgeizige Projekt zu realisieren. „Meine erste Hoffnung sind Unternehmer, die helfen wollen.” Dachdecker, Stahlbauer, Kassettenbauer und so weiter. ,Jeder, der etwas beitragen kann, ist willkommen.“ AuBerdem hofft der Geseker auch auf Geldgeber. ,Gute Menschen, die anderen guten Menschen etwas Gutes tun wollen“, sagt er. ,Ich stehe für jedes Gespräch bereit.“ Als Entlohnung für Spender bietet Schmidt nicht nur das Gefühl, etwas Gutes für den Sport in der Stadt getan zu haben, sondern auch Gegenleistungen – für eine ganz große Spende etwa die Namensrechte an der Halle.
Dennoch weiss der 75-jährige, dass sein Ziel ambitioniert ist und nicht jeder damit rechnet, dass die Summe zusammen kommt. Aber Schmidt ist keiner, der so leicht aufgibt.
Wer helfen/spenden möchte, meldet sich direkt bei Wolfgang Schmidt unter
Telefon (0171) 4042566 oder
per E-Mail an: promowolsch@web.de

